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Internationaler Jugendwettbewerb für Gitarre "Andrés Segovia"

Nachlese des 8. Wettbewerbes im Juni 2014

Die Preisträger/innen, Stipendiaten und Sonderpreisträger

Sonderpreise

Stipendien

Juroren

Dank

Impressionen


Am Abend des 21. Juni ging mit einem mittlerweile schon traditionell hochkarätigen Preisträgerkonzert der 8. Internationale Jugendwettbewerb für Gitarre "Andrés Segovia" 2014 in Velbert zu Ende. Innerhalb der vergangenen drei Tage, beginnend am 18. Juni, zeigten etwa 90 junge und jüngste Talente aus 31 Nationen, welch große Fortschritte der künstlerische Nachwuchs der Gitarre in der Vergangenheit gemacht hat.

Als mit dem Beginn dieses gemeinsamen Projektes der Musik & Kunstschule der Stadt Velbert und der EGTA D im Jahre 2000 noch die europäische Jugend des Instrumentes nach Velbert gerufen wurde, war man in Fachkreisen schon damals über das hohe Niveau einzelner Teilnehmer und Teilnehmerinnen überrascht, die, besonders aus osteuropäischen Ländern stammend, hier Maßstäbe setzten. Nicht zuletzt durch die Erweiterung über den europäischen Rahmen hinaus, hat sich dies inzwischen geändert. Das Teilnehmerfeld scheint geschlossener. Bis auf wenige Ausnahmen ist eine geradezu professionelle Darbietung auch in den unterschiedlichen Altersgruppen (es sei daran erinnert, dass die Jüngsten z.T. erst 9 Jahre alt waren) schon zum "Statusquo" geworden.

Die Idee der EGTA, mit diesem Wettbewerb nicht nur das mittlerweile international erstaunlich hohe Level der jungen Künstler/innen des Instrumentes zu demonstrieren, sondern auch damit den talentierten deutschen Gitarrennachwuchs mehr und mehr dieser internationalen Spitze zuzuführen, erfüllt sich von mal zu mal deutlicher. Musste man aus deutscher Sicht bis zum Jahr 2010 warten, bevor es mit Sören Golz zum ersten Mal überhaupt einen 1. Preisträger (damals in der Altersgruppe II) aus unserem Land zu feiern gab, waren es in diesem Jahr mit Florian Brettschneider (1. Preis) und Niels Pfeffer (3. Preis) in der höchsten Altersgruppe III gleich 2 Preisträger, die die bei uns zu verzeichnenden Fortschritte dokumentierten. Hinzu kamen noch mit Leonora Spangenberger (3. Preis) und Niklas Junker (5. Preis) in der Altergruppe I, (die jüngsten Talente) zwei weitere große Erfolge.

Außerdem ging dann auch noch der EGTA Preis für die beste Interpretation eines Werkes nach 1950 an den jungen deutschen Gitarristen Axel Sebastian Wehning (AG II) für die hervorragende Aufführung des Satzes "Touchstone, Audrey and William" aus der Royal Winter Music I von Hans Werner Henze.

Wobei hier bitte nicht der Eindruck entstehen möge, dass der zu beobachtende Qualitäts-Anstieg innerhalb unserer instrumentalen Jugend sich allein an Preisen oder gar 1. Preisen orientieren würde. Preise hat es von Beginn an für talentierte junge deutsche Spielerinnen und Spieler bei jedem Wettbewerb gegeben. Schon im ersten Wettbewerb waren es gleich sechs an der Zahl und Fabian Hinsche beispielsweise, wurde mit einem sehr herausragenden 2. Preis in der höchsten Altersgruppe ausgezeichnet.

Was den Chronisten dieses Wettbewerbes aber besonders hinsichtlich unseres Nachwuchses interessiert, sind Ergebnisse über die Preise hinaus, die diese stetige positive Entwicklung nachweisen. Die Einordnung in die verschiedenen Leistungsstufen, die für die deutschen Teilnehmer/innen über die Jahre immer mehr in den höchsten Kategorien zu verzeichnen war.
Denn in diesem Zusammenhang darf nicht vergessen werden, dass die Teilnehmerzahl der deutschen Teilnehmer/innen immer die höchste war. Ein Grund dafür ist sicher die Situation, im eigenen Land zu spielen, so dass der Aufwand an Kosten evtl. auch an Reisstrapazen noch "überschaubar" ist. Aber die Hürde einer in diesem Sinne erfolgreichen Teilnahme ist durch die Auswahl der Pflichtstücke allerdings schon sehr hoch und signalisiert allen Interessenten, dass es sich bei einer Teilnahme auch um ein entsprechend hohes handwerkliches und künstlerisches Level handeln sollte.

So darf man auch in diesem Jahr sehr stolz auf die 26 jungen deutschen Talente sein, die in allen Altersgruppen teilgenommen hatten und die neben den insgesamt fünf gewonnenen Preisen und drei Stipendien alle in den 3 höchsten Wertungskategorien "gepunktet" worden waren. Das darf man wohl als großen Erfolg einer großartigen Nachwuchsarbeit in Deutsch-land bezeichnen und dafür gilt es, gerade auch an dieser Stelle, all denjenigen Kolleginnen und Kollegen und Ihren Schülern/innen unseren Dank und unserer hohe Anerkennung für Ihre kompetente und engagierte Arbeit auszusprechen.



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Die Preisträger/innen, Stipendiaten und Sonderpreisträger im Einzelnen:

AG I (unter 14 Jahren)

1. Preis Hojin Lee Republik Korea
3. Preis Leonora Spangenberger Deutschland
4. Preis Stojan Stojanovic Republik Makedonien
5. Preis Niklas Junker Deutschland

AG II (14 - 16 Jahre)

1. Preis Andrzej Grygier Polen
1. Preis Kevin Loh Singapur
3. Preis Alecu Vicentiu Rumänien
4. Preis Silvio Bilic Kroatien
4. Preis Lucia Stivcevic Kroatien

AG III (17 - 19 Jahre)

1. Preis Florian Brettschneider Deutschland
1. Preis Luka Lovrekovic Kroatien
3. Preis Niels Pfeffer Deutschland
4. Preis Vassilis Digos Griechenland
5. Preis Nikica Polegubic Kroatien


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Sonderpreise

Meistergitarre von Constantin Dumitriu (Rumänien):
Luka Lovreković, Kroatien

EGTA-Preis für die beste Interpretation eines nach 1950 komponierten Werkes:
Axel Sebastian Wehning, Deutschland



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Stipendien

Stipendium für Koblenz International Guitar Festival & Academy:
Andrzej Grygier, Polen und Ema Kapor, Serbien

Stipendium für Forum Gitarre Wien:
Dominik Carević, Kroatien und Marta Faullend Heferer, Kroatien

Stipendium für Internationale Gitarrenfestspiele Nürtingen:
Zuzanna Wężyk, Polen

Stipendium für Internationales Gitarren-Symposion Iserlohn:
Tadas Umbrasas, Litauen

Stipendium für Internationales Bergisches Gitarrenfestival:
Željana Jerić, Kroatien



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Juroren

Wie oben schon erwähnt, war die Beteiligung in diesem Jahr wieder an der "Grenze des Machbaren".

Gerade die AG II mit ihren 40 Teilnehmern/innen, die sich diesem Wettbewerb stellten, verdient, was die Leistungen der jungen Künstler/innen angeht, höchsten Respekt. Über die Preisträger/innen und Stipendiaten hinaus vergab die Jury noch zwölf Mal das höchste Wertungsprädikat (excellent = mit hervorragendem Erfolg), was die schwierige Entscheidungsfindung gerade auch für diese Jury noch einmal verdeutlicht. An dieser Stelle gilt besonders diesen Kollegen, aber auch allen Jury-Mitgliedern aller Altersgruppen ein großer Dank für ihre verantwortungsvolle, faire und kompetente Arbeit. Nicht nur während der Wertungsspiele sondern auch in den Beratungen der einzelnen Teilnehmer/innen stellten sie ihre komplexe Professionalität ganz in den Dienst der Förderung des so talentierten Nachwuchses unseres Instrumentes. Was von nahezu allen Teilnehmern immer wieder sehr positiv aufgenommen wird.
In diesem Jahr konnten folgende Juroren für den Wettbewerb der drei Altersgruppen und das Finale der Altersgruppe III gewonnen werden:

Steffen Brunner (Deutschland), Finale AG III
Costas Cotsiolis (Griechenland), AG I
Alfred Eickholt (Deutschland), Vorsitz AG III und Vorsitz der Gesamtjury
Paul Fowles (Großbritannien), Finale AG III
Giselher Jung (Deutschland), Finale AG III
Dale Kavanag (Kanada/Deutschland), AG I
Martin Maria Krüger (Deutschland), Finale AG III
Johannes Monno (Deutschland), Vorsitz AG I
Jorgos Panetsos (Griechenland/Österreich) AG II
Gerhard Reichenbach (Deutschland), Vorsitz AG II
Jürgen Rost (Deutschland), AG III
Georg Schmitz (Deutschland), AG II
Matthias Seidel (Österreich), AG III



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Dank

Letztendlich gilt es, allen Beteiligten des Wettbewerbes Dank zu sagen. An erster Stelle der Stadt Velbert, mit ihrem sich nun nicht mehr im Amt befindlichen Bürgermeister Stefan Freitag, der den Wettbewerb über Jahre so positiv begleitet hat; aber auch dem sich so hervorragend eingeführten neuen Bürgermeister, Dirk Lukrafka, der schon die Fortführung der gedeihlichen Zusammenarbeit der Stadt Velbert und ihrer Kulturinstitutionen mit der EGTA D zugesichert hat.

Allen weiteren Partnern und Sponsoren, der Bürgerstiftung der Sparkasse Hilden, Ratingen, Velbert, dem RWE Konzern, den Technischen Betrieben und den Stadtwerken Velbert, der traditionsreichen Saitenfirma Savarez, dem Schott Verlag und dem Musikhaus Trekel, Constantin Dumitriu und der Firma Höfner, allen oben schon genannten Festivalpartnern für ihre Stipendien, und den vielen weiteren Sponsoren und Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Velbert für ihre uneigennützige Hilfe.

Ein ganz besonderer Dank gebührt dem Leiter der Musik & Kunstschule, Frank Eerenstein mit seinem Stellvertreter Klaus Heyens und dem Leiter der Kunstabteilung Dieter Sander Manzek mit ihren Teams, die allesamt Kollegen/innen der Musikschule sind: Juana Vitzthum, Susanne Hilker Kohl, Diethard Stein, Markus Sich, Philipp Stahl, Laura Dobberstein und viele andere Helferinnen und Helfer für unzählige Arbeitsstunden vor, während und nach dem Wettbewerb.

Last but not least ein Riesendank an den ehemaligen Leiter der Musik & Kunstschule und Mitinitiator des Wettbewerbes, Heinz Jürgen Küpper, der den ganzen Wettbewerb im Vorfeld, aber auch beim Wettbewerb selbst und in der Nachbereitung maßgeblich mit betreut hat, vor allem die gesamte Datenverarbeitung (Anmeldungen, Schriftverkehr mit Teilnehmern, Eltern, Lehrern und Kollegen), und der die Darstellung der Website in den Händen hat. Darüber hinaus moderierte er auch diesmal das Konzert der Preisträger, wie immer höchst unterhaltend und niveauvoll. Schlussendlich der größte Dank an jede/n unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ihre künstlerische Leistung, die uns immer wieder so motiviert, diesen Wettbewerb auch zukünftig fortzusetzen.

Also, bis zum 25. Mai 2016 in Velbert!



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Impressionen

Abschließend noch ein paar Momente und Eindrücke während des Wettbewerbes in Bildern festgehalten:

(zur Vergrösserung bitte anklicken)

Letzte Abstimmung mit den Juroren vor der Bekanntgabe der Ergebnisse am Samstagnachmittag.Frank Eerenstein (Leiter der Musik & Kunstschule der Stadt Velbert bei der Begrüßung zur Bekanntgabe der Ergebnisse.Prof. Johannes Monno (Jury Vorsitzender der AG I) überreicht den Teilnehmern seiner AG die Urkunden. Im Hintergrund Prof. Costas Cotsiolis (Jury Mitglied AG I  gemeinsam mit Dale Kavanagh und Johannes Monno) und Kollegin Laura Dobberstein, die freundlicherweise als Jury Sekretärin zur Verfügung stand.Die zahlreichen und großartigen Teilnehmer/innen der AG IIProf. Alfred Eickholt bei der Verlesung der Ergebnis der AG III - Daneben einige Mitglieder der Finaljury von links: Georg Schmitz, Prof. Matthias Seidel, Paul Fowles, Prof. Jürgen Rost, Giselher Jung, Jorgos Panetsos, Steffen Brunner und der Präsident des Deutschen Musikrates Prof. Martin Maria Krüger sowie Kollege Philipp Stahl, ebenfalls Jury Sekretär der AG IIIGratulation zu hervorragenden Leistungen in der AG II durch den Jury Vorsitzenden Prof. Gerhard Reichenbach. Im Hintergrund von links die Jury Kollegen Georg Schmitz, Prof. Jorgos Panetsos und Kollege Markus Sich, der ebenfalls als Jury Sekretär zur Verfügung stand.Der gerade gewählte  Bürgermeister der Stadt Velbert, Dirk Lukrafka, bei seiner Rede zum Preisträgerkonzert.Der Präsident des Deutschen Musikrates, Prof. Martin Maria Krüger, der in seinem Grußwort ganz besonders die herausragenden Leistungen der Teilnehmer/innen, die verantwortungsvolle und kompetente Arbeit der Jury, und die perfekte Zusammenarbeit und Organisation der EGTA D und der Stadt Velbert würdigte.Der EGTA D Vorsitzende Prof. Alfred Eickholt bei seinem Resüme des Wettbewerbes während des Preisträgerkonzertes.Der Product Manager Friedeman Pods freut sich gemeinsam mit dem Moderator des Preisträgerkonzertes Heinz Jürgen Küpper über die glücklichen Gewinner von 3 Qualitätsgitarre aus dem Hause Höfner.Florian Brettschneider, Deutschland, 1. Preisträger der AG III nach seiner gelungenen Darbietung im Preisträgerkonzert.Heinz Jürgen Küpper im Gespräch mit dem Gewinner des 1. Preises der AG III  Luka Lovrekovic (Kroatien).Konstantin Dumitriu übergibt die von ihm gestiftete Meistergitarre an den von ihm ausgewählten Gewinner Luka Lovrekovic, links im Bild: Heinz Jürgen Küpper, der seit Jahren das Preisträgerkonzert auf hohem Niveau moderiert.Ein abschließender Applaus aller Preisträger,des Bürgermeisters und des Moderators für alle Teilnehmer/innen dieses hochkarätigen Wettbewerbes.

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